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© Diözese Eisenstadt/Markus Heuduschits

Montag, 21. September 2015

„Keiner ist eine einsame Insel. Biografiearbeit als Chance, soziologische Grenzen zu überwinden“


Öffentlicher Vortrag mit Mag. Johannes Pesl im Rahmen des Lehrgangs für Biografiearbeit:
Freitag, 16. Oktober 2015, 18.30 - 20.00 Uhr im Burgenländischen Volksbildungswerk, 
7000 Eisenstadt, Joseph-Haydn-Gasse 11
Um Anmeldung bis zum 14.10. wird gebeten: 02682/777-214

Jeder Mensch ist ein einmaliges Individuum mit einer einmaligen Lebensgeschichte und Lebensberufung. Demgemäß sind Verhaltensweisen, Einstellungen, Werte, Lebensauffassungen von Mensch zu Mensch verschieden. Durch die großen gesellschaftlichen Institutionen, zu denen auch Religion und Kirche gehörten, wurde die Individualität im Namen des sozialen zugleich eingeschränkt wie auch abgestützt: der einzelne wusste, woran er sich halten muss und eben auch woran er sich halten darf und kann. In einer Welt, in der diese regulierenden Kräfte an Einfluss verloren haben, begann die Sozialforschung zu fragen, wie in einer Risikogesellschaft Sicherheit und Orientierung entsteht und entdeckte, dass sich Menschen mit einer ähnlichen Wert- und Lebensorientierung in einer eigenen abgrenzbaren  „Lebenswelt“ zusammenfinden. Ab einer bestimmten Größe spricht man von unterscheidbaren Milieus, denen einzelne angehören durch ihre mehr oder weniger bewusste Lebensgestaltung.
Die Lebensweltforschung unterscheidet heute 10 Milieus und gibt wertvolle Hinweise für ein besseres Verständnis, was Menschen in ihrem Verhalten und in ihren Einstellungen leitet. Die Sinus-Milieu-Studie bietet wesentliche Hilfen zur besseren Wahrnehmung und zum Verständnis der sozialen Welten. Nicht zuletzt kann dadurch die Verkündigung und Seelsorge gezielter ausgerichtet werden. Doch primär geht es darum, in diesen unterschiedlichen Lebenswelten neu zu lernen, wie Identitätsbildung, Religiosität und ethisches Bewusstsein,  auf ganz verschiedene Weise Gestalt gewinnen kann und Aspekte des Evangeliums offenbaren. Dies ist bedeutsam für die kirchliche Verkündigung: „Da die Kirche eine sichtbare gesellschaftliche Struktur hat, das Zeichen ihrer Einheit in Christus, sind für sie auch Möglichkeit und Tatsache einer Bereicherung durch die Entwicklung des gesellschaftlichen Lebens gegeben, nicht als ob in ihrer von Christus gegebenen Verfassung etwas fehle, sondern weil sie so tiefer erkannt, besser zur Erscheinung gebracht und zeitgemäßer gestaltet werden kann.“ (2. Vatikanisches Konzil, Gaudium et Spes 44)
Mag. Johannes Pesl ist Mitarbeiter im Pastoralamt der Erzdiözese Wien.

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